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Anthologie

Rudolf Borchardts übersetzerische Leistung reicht von der griechischen Antike bis zur amerikanischen Moderne. Sie umfaßt den Vers und das Prosastück, den lateinischen Traktat und das mittelhochdeutsche Epos. Als erratischer Block steht seine Dante-Übertragung in der Mitte: ein faszinierendes Kuriosum, das sich den bereits 1904 einsetzenden sprach- und übersetzungstheoretischen Überlegungen verdankt. Enthalten sind die Texte heute in drei Bänden der Werkausgabe: in den ›Übertragungen‹ von 1958, im Band ›Gedichte II/Übertragungen II‹ von 1985 und in ›Dante Deutsch‹ von 1967, [undefinedmehr] außerdem gibt es Einzelveröffentlichungen. [undefinedmehr]  

Unsere Auswahl bietet, zumeist im Vergleich mit dem jeweiligen Grundtext, eine Skala der formalen und stilistischen Möglichkeiten des lyrischen Sprechens, von der strengen Formbindung bis zu den scheinbar saloppen Sequenzen nach Edna St. Vincent Millay [undefinedmehr].