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Forschung

Die Bestände

Den Grundstock bilden heute die umfangreichen Sammlungen von Handschriften, Drucken und zugehörigen Materialien von Heribert Tenschert und Gerhard Schuster; der Bestand wird durch Einzelankäufe laufend erweitert. Seit der Wiedereröffnung des Archivs als Forschungseinrichtung im Juni 2001 sind zahlreiche Ankäufe, Schenkungen und Deposita hinzugekommen (Nachlaß Karoline Borchardt, Nachlaß Otto Deneke, Nachlaß Eberhard Zwirner, Nachlaß Josef Lehnacker, Sammlungen von Kaspar Borchardt, Cornelius Borchardt, Friedhelm Kemp, Mechthild Melchers, Ursula Taylor-Kuppenheim u.v.a.).
  Das Rudolf Borchardt Archiv strebt eine vollständige Dokumentation der weltweit in privaten und öffentlichen Besitz befindlichen Archivalien (Werkhandschriften, Briefe, Bilder usw.) insbesondere von Rudolf Borchardt an; die Benutzung von Kopien durch Dritte ist jedoch an die Benutzungsordnung der jeweiligen Eigentümer gebunden. Große Aufmerksamkeit gilt der Zusammenführung sämtlicher Drucke von Borchardts Werk und den Veröffentlichungen seines gesamten Lebenskreises in Originalen oder als Kopie. Auf der Basis einer fachübergreifenden Handbibliothek von ca. 40 000 Bänden umfaßt die Sammlung nicht nur nahezu sämtliche von Rudolf Borchardt in Werken und Briefen erwähnte Titel, sondern auch Publikationen von und über seine Zeitgenossen mitsamt der (oft sehr speziellen) wissenschaftlichen Literatur – bis hin zu Publikationen über Topographica, Personalia oder Genealogica der Borchardtschen Biographie; außerdem ist ein umfassendes Bildarchiv angegliedert. Da Borchardts private Bibliothek nicht mehr erhalten ist bzw. ihre sogar trotz aller Kriegswirren überkommenen Reste durch einen überraschenden Auktionsverkauf der Familie verstreut wurden (Katalog ›Aus der Sammlung Rudolf Alexander Schröder‹. Hamburg: Hauswedell & Nolte. Auktion 280 vom 22./23.  Mai 1990), bemühen wir uns auch um die Rückerwerbung von Exemplaren aus Borchardts verbürgtem Besitz.