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Forschung

Faksimile-Ausgabe der >Jamben<

Nach der handschriftlichen Überlieferung des Nachlasses textkritisch hrsg. und erläutert von Lars Korten.

Je öfter Rudolf Borchardts ›Jamben‹ publiziert wurden – zuerst 1967, dann 1985, zuletzt 2005 - desto deutlicher mußte werden, daß die überlieferten Handschriften einen Grad von Komplexität besitzen, die mit herkömmlichen Mitteln der Textkonstitution nicht mehr zu bewältigen ist. Wie bei wenigen seiner Texte hat Borchardt an diesen Manuskripten buchstäblich »gearbeitet«; und das Drama dieser Entstehung ist den Blättern anzusehen. Lars Kortens Vorbericht über die textkritische und kommentierte Faksimile-Ausgabe sämtlicher rund 80 Blätter der ›Jamben‹ als Heft 1 des ›Titan‹ belegt, [undefinedmehr] mit welchen Überraschungen dabei gerechnet werden kann: »dringlich« nennt Patrick Bahners das Vorhaben (Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 6 vom 8. Januar 2005 S.44). Die Vorbereitung dieser aufwendig gestalteten Edition wird seit 2001 von der Stiftung Lyrik Kabinett München und vom Rudolf Borchardt Archiv finanziell gefördert.