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Von George zu Borchardt

Ganz neue Verortungen Rudolf Borchardts in der Literatur der Jahrhundertwende bietet Peter Sprengels zweiter Band innerhalb der traditionsreichen de Boor/Newaldschen Literaturgeschichte: frei von jeder angelesenen oder entlehnten Floskel, wie das in Überblicksdarstellungen so sehr oft der Fall ist oder wohl auch sein muß, situiert er die Bedeutung des Lyrikers, des Essayisten und des Kriegspublizisten knapp und präzis; insbesondere die Würdigung der Lyrik überzeugt durch ihre Detailliertheit und verläßliche Angaben bis in Kleinigkeiten der Datierung und der lebens- und werkgeschichtlichen Zusammenhänge.

(Peter Sprengel: Geschichte der deutschsprachigen Literatur 1900–1918. Von der Jahrhundertwende bis zum Ende des Ersten Weltkriegs (München: C. H. Beck 2004). – Darin über RB neben verstreuten Erwähnungen (Register) insbes. die Abschnitte ›Lyrik/IV. Deutschland/1. Von George zu Borchardt‹ (S. 647-656), ›Nichtfiktionale Prosa/II. Essayistik/1. Formtypen/Dialog-Essay‹ (S. 726f.), ›IV. Über den Krieg hinaus./1. Europa-Entwürfe‹ (S. 821-823).