• Kontakt• Links
Chronik

1877

9. Juni: Rudolf Borchardt als zweites Kind und ältester Sohn des Kaufmanns und späteren Bankiers Robert Martin Borchardt (1848-1908) und seiner Frau Rose geb. Bernstein (1854—Freitod 1943) auf der Bahnreise von Moskau nach Königsberg geboren.
Oktober: Rückkehr der Familie nach Moskau, wo der Vater die Königsberger ›Thee-Compagnie‹ vertritt.

1882

Mai: Übersiedlung der Familie nach Berlin. Der Vater zeitweise Inhaber der Privatbank Breest & Gelpcke. RB wächst unter sechs Geschwistern auf. Die Brüder: Philipp (1879-1952), Ernst (1886-1931), Robert (1890-1916); die Schwestern: Else (1876-192?), Vera (1882-1954), Helene (1880-1978), diese heiraten später den Arzt Fritz Speyer, und die miteinander befreundeten Astronomen Hans Rosenberg (1879-1940) und Carl Wirtz (1876-1939). RB wird zunächst zu Hause unterrichtet. Wohnung der Familie: Kronprinzenufer 5 (bis 1904), von 1895 bis 1904 im Sommer auch Conradstraße 8 (Zehlendorf, am Kleinen Wannsee).

1885-1892

Oktober (bis Oktober 1887): Besuch des ›Französischen Gymnasiums‹ in Berlin, danach in der Obhut von Friedrich Witte (1851-192?) Schüler des ›Königlichen Gymnasiums‹ in Marienburg/Westpreußen.

1893-1894

Ostern 1893 (bis Ostern 1895): Als Pensionär in der Familie Witte Gymnasialjahre in Wesel/Niederrhein. Umfassende Lektüre, archäologische Interessen (Xanten).
Pläne und Manuskripte: Gedicht ›Der Rhein‹, Übersetzungen nach dem Russischen mit Hilfe des Vaters.