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Rettungsversuch für Karoline Borchardt (1873-1944)

Rudolf Alexander Schröder hat in seinem Brief vom 2. November 1941 an Dr. Friedrich Langenfaß, den Dekan der evangelischen Kirche in München, gegen die Deportation von Rudolf Borchardts erster Frau, Karoline Borchardt geb. Ehrmann (1873-1944), protestiert – vergeblich. »Welche Kirche kann von ihren Mitgliedern verlangen, dass sie ihr in einer solchen Lage treu verbleiben, wenn sie keinen Finger zu Hilfeleistung gerührt und nicht einmal öffentlich Einspruch erhoben hat?« Das tapfere Dokument, zuerst in der Süddeutschen Zeitung vom xx. Januar 2003 erschienen, ist jetzt in der von Andreas Bernard und Ulrich Raulff hrsg. Anthologie ›Briefe aus dem 20. Jahrhundert‹ enthalten (Frankfurt/Main: Suhrkamp 2005 S. 132-138).